Ein Bergwanderer oder Klettersteiggeher muss oder sollte über die Gefahren der Berge genauestens informiert sein Man unterscheidet im Gebirge die objektive Gefahren und die subjektive Gefahren. Auch muss sich jeder darüber im klaren sein, dass trotz einer guten Vorbereitung und Ausrüstung für eine Tour, egal ob Bergwandern, Klettersteig oder Klettern immer eine Situation eintreten kann, in der man das alpines Notsignal kennen und beherrschen soll. Denn dies dient nicht nur der eigenen Sicherheit oder Rettung, sondern auch für andere, die in Not geraten sind. Ferner sollte auch auf das Wetter geachtet werden. Und wenn an dieser Stelle schon über objektive und subjektive Gefahren gesprochen wird, darf man die Ausrüstung nicht vergessen. Viele Touren scheitern an der Ausrüstung, da gerade das passende Material nicht dabei ist. Weiterhin ist es gerade für Neulinge oder auch für Leute, die etwas für diesen Sport dazu lernen wollen, ratsam, mal einen entsprechenden Ausbildungskurs zu belegen. Objektive Gefahren Objektive Gefahren sind alle natürlichen Ereignisse, wie Steinschlag, Kälte, Nebel, Sturm, Gewitter und dergleichen. Gegen Steinschlag hilft Vorsicht, gegen Kälte, den gefährlichsten Feind im Gebirge Vorsorge (z.B. Ausrüstung). Bei Nebel sollt man stets umkehren, bzw. schleunigst dem Tal zustreben oder zurück zur nächsten Hütte gehen. Bei heraufziehenden Gewittern verlasse man Gipfel und Grate und meide vor allem Seilsicherungen, eiserne Steigleitern oder ähnliches. Wasserführende Rinnen sollte man ebenso aus dem Wege gehen wie einzelnen Bäumen. Nicht zu vergessen eine Gefahr, die immer wieder unterschätzt wird, bzw. gar nicht als solche erkannt wird - die Sonneneinstrahlung im Gebirge. Schon ab einer Höhe von 1500 m sollte man nicht mit nackten Oberkörper wandern. Gesicht und andere freie Körperteile (Arme, Hals) immer vor Antritt einer Bergtour mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor einreiben. Die Lippen müssen, insbesondere im Bereich von Firnfeldern oder Gletschern, mit einem speziellen Lippenschutz behandelt werden (keine Fettcreme), die Augen sind in dieser Region durch eine Schnee- oder Gletscherbrille zu schützen. Subjektive Gefahren Subjektive Gefahren sind nicht in der Natur, sondern steht’s im Menschen begründet. Es sind mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit, mangelndes Training, mangelnde Beherrschung der alpinen Technik, Nichtbeachtung alpiner Erfahrungsgrundsätze, Leichtsinn durch Unkenntnis der Gefahr, durch Übermut, Begeisterung oder falschem Ehrgeiz Die schlimmste Gefahr wird heraufbeschworen, wenn das eigene Können überschätzt wird. Gegen diese subjektiven Gefahren helfen nur Besonnenheit, Gewissenhaftigkeit und eine objektive Selbsteinschätzung.
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