Der Hindelanger Klettersteig ist mit dem Schwierigkeitsgrad B/C eingestuft und ist schwierig! Das steht nicht nur in vielen Berichten und Beschreibungen, sondern es trifft auch zu. Es ist für diese Tour unbedingt alpine Erfahrung; völlige Schwindelfreiheit und Kletterfertigkeit erforderlich. Das hier ein gute Klettersteigausrüstung vorausgesetzt ist, versteht sich von selbst. Der Steig selbst ist mit Stahlseilen und Stiften gesichert. Leitern helfen schwere Stellen zu überwinden, doch an vielen Stellen wird man immer wieder zum selbständigen Klettern gezwungen. Auch sind viele nichtgesicherte Passagen dazwischen und gerade hier ist besondere Vorsicht geboten. Auf dieser Tour, die vom 11.06.2003 bis 13.06.2003 begangen wurde, sind Zwischenausstiege aus dem Klettersteig nur nach Süden zum “Koblat” möglich.Vorbei am Skisprungstation Oberstdorf ging es dann den Topelweg entlang des Faltenbaches hinauf, der in seinem Endstück sehr Steil ist und - es ist dann eine Teerstrasse. Über uns immer die Seilbahn - also vom Weg abkommen oder verlaufen fast nicht möglich. Gegen 16:30 Uhr wurde dann unser Tagesziel, das Edmund-Probst-Haus erreicht Am nächsten Tag, bei herrlichem Wetter hatten wir ein sehr guten Blick auf den Klettersteig - links ist das Nebelhorn und dann ganz recht der Grosse Daumen, dazwischen der Klettersteig. Wir gingen gegen 8:00 Uhr zuerst zum Nebelhorn (2224 m) hoch, wo uns dann ein herrlicher Ausblick erwartete. Von unserer Unterkunft gehen zwei gut beschilderte Wege zum Nebelhorn und wir wählten den Gradweg. Nach einer 3/4 Stunde hatten wir dann den Nebelhorngipfel erreicht. Nach ein kleinen Pause ging es dann gegen 9:00 Uhr weiter zum Klettersteig. Die Sonne tat ihr übriges und uns wurde in dieser Höhe ganz schön warm. Nach dem Abstieg durch das Geröllfeld wurde erst mal eine längere Pause eingelegt. Die Sonne leuchtete nun um die Mittagszeit senkrecht vom Himmel und weit und breit kein Schatten, das die Temperaturen auf über 30 Grad angestiegen sind. Wohl dem, der genügend Trinkwasser bei sich hatte. Zurück ging es nun über Altschnee- und durch Latschenfelder. An einigen Stellen konnte man Aufschichtungen im Fels erkennen, die auf die Entstehung der Alpen zurück zu führen sind. So gegen 16:00 Uhr waren wir dann wieder im Edmund-Probst-Haus und da wurde erst mal der Flüssigkeitsverlust des Tages wieder ausgeglichen. Am Freitag - bei nun für diese Höhenlagen normalen Temperaturen gingen wir dann wieder Talwärts. Die Teerstrasse ist im Anfangsbereich recht steil, da ist es gut, wenn man Stöcke nutzen kann. Nach einer letzten Rast mit Brotzeit am Wasserfall des Faltenbaches ging es dann weiter nach Oberstdorf.
Abmarsch vom Parkplatz in Obersdorf Brücke über den Wasserfall Faltenbach Blick Richtung Nebelhorn Das Edmund-Probst-Haus auf 1932 m Der Hindelanger Klettersteig - links das Nebelhorn Blick vom Nebelhorn auf den Steig Die österreichischen Alpen Blick auf den Grad des Steiges An der weissen Tafel führt der Weg nach oben Altschneereste am Grad Rückblick zum Nebelhorn Schlechtwetterfront zieht über den österreichischen Alpen auf Das Tal nach Obersdorf Versorgungsstrasse von Obersdorf zum Edmund-Probst-Haus Rast am Faltenbach Blick auf Obersdorf

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Hindelanger Klettersteig