Der kleine Lagazuoi (2762 m) ist am Falzaregopass (46°31’326N - 12°00’209O) an der Strasse von Andraz nach Cortina d’Ampezzo in der ital. Provinz Belluno. Ferner kann der Pass über den Valparolapass von Abtei aus erreicht werden. Der kleine Lagazuoi war im ersten Weltkrieg ein heftig umkämpfter Gipfel, den die Österreicher vom Gipfel aus verteidigten. Vom Süden aus versuchten die Italiener, diese Stellung einzunehmen. Im Jahr 1917 bauten die Italiener einen rund 1000 m langen Stollen mit Versorgungs- und Verteidigungsgängen bis unter die Stellungen der Österreicher auf dem Gipfel. Die Minenkammer wurde unter dem Sattel der Höhe 2668 m positioniert, d.h. unter den Kavernen und den wichtigsten feindlichen Stellungen. Die Ladung (32.664 kg Sprengstoff) wurde so berechnet, dass die in einer Tiefe von 25 m liegende Miene das darüber liegende Gestein absprengen konnte. ..... Sie wurde am 20. Juni 1917 um 21:50 Uhr gezündet ... und entsprach den in sie gesetzten Erwartungen, sowohl in bezug auf die Berechnungen, als auch auf ihre Wirkung. <<<(Foto und Zitat aus einer der vielen Hinweistafeln am und im Berg)>>> Der kleine Lagazuoi kann auf mehreren Wegen bestiegen werden. Zum einen auf einen um den Berg herum führenden Pfad, dann durch die wieder begehbar gemachten Stollen direkt zum Gipfel und auch ein Klettersteig ( Kaiserjägersteig ) führt nach oben. Ferner kann auch noch die Seilbahn in Anspruch genommen werden. Für die Begehung des Stollens ist ein Helm und eine Lampe unbedingt empfehlenswert, da die Stollen nicht beleuchtet und zum Teil auch niedrig sind. Wir entschieden uns für den Weg durch den Stollen nach oben (Abzweig vom Weg 46°31’590N - 12°00’886O) und von der Bergstation den Pfad um den Berg wieder zurück. Dies haben wir als Tagestour unternommen, da es doch viel zum anschauen gibt, egal ob es nun geschichtliche Stellungen oder auch die Aussicht auf die in nah und fern liegenden Berge der Dolomiten sind. Start war am Parkplatz bei ca. 2105 m und es sind rund rund 700 Höhenmeter bis zum Gipfel.
Der Lagazuoi am Falzaregopass Kapelle zum Gedenken der Opfer des 1. Weltkrieges am Passo di Falzarego Die Seilbahn-Talstation am Passo di Falzarego Zeitzeugen am Weg kurz vor dem Abzweig zum Tunnelaufstieg Auf dem Weg zum Tunnel Der in den Fels gehauene Weg erleichtert den Weg zum Tunnel Ein kleiner Tunnel liegt hinter uns Der Eingang zum Tunnelaufstieg - ab hier sollte eine Lampe und ein Helm als Kopfschutz selbstverständlich sein Noch ein kurzer Ausblick Am Tunneleingang An der Materialseilbahn der 1. Weltkrieges - Am Malzevi Felsband Ausblick aus einem der Tunnelfenster Der Stollen teilt sich - so wie hier an einigen Stellen Links im Bild ist eine alte Pressluftleitung zu sehen, die die Soldaten beim Tunnelbau mit Frischluft versorgte Eine restaurierte Unterkunft der Italiener Auch diese MG-Stellung liegt am Weg Blick auf die Cinque Torri (2361) am Passo di Falzarego Blick hinauf zum Rifugio Lagazuoi und dem Stollenausstieg Der Stollenausgang Nach dem Stollenausgang geht der Weg am Sprengtrichter entlang Der Grad am Sprengtrichter ist deutlich erkennbar am helleren Gestein Vorbei an Schützengräben Blick Richtung Tofane Blick in den Sprengtrichter Das Rifugio Lagazuoi Zeitzeugen aus dem 1. Weltkrieg Der Rückweg ins Tal geht an den ehemaligen österreichischen Stellungen vorbei Im Tal der Passo di Falzarego Österreichische Stolleneingänge Unterkunft der Österreicher Auf normalen Pfad in Richtung Passo di Falzarego

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Lagazuoi - Tunnel