Das felsige Bergmassiv, das sich steil und eindrucksvoll über Mittenwald erhebt, ist die westliche Begrenzung des Karwendelgebirges. Darüber führt ein langer, zum Teil gesicherter Grat, der die Westliche Karwendelspitze (2385 m) mit der Brunnsteinspitze (2175 m) verbindet. Dieses alpine Gelände erfordert für die Begehung BrunnsteinhütteKlettersteigerfahrung. Diese “Via Ferrata” begingen wir vom 04.09.2004 bis 05.09.2004 in einer Zweitagestour. Dieser Steig wird mit dem Schwierigkeitsgrad  A bewertet. Nach der Ankunft gegen 14:30 Uhr gingen wir auch sofort los. Unser Fahrzeug stellten wir am Parkplatz an der Talstation der Karwendelbahn ab und gingen dann in Richtung Brunnsteinhütte. Von Anfang an ging es mehr oder weniger steil bergauf. Der gut beschilderte Weg führte größtenteils immer durch den Wald und ließ manchmal Blicke frei auf das Karwendelmassiv. Gegen 16:15 Uhr erreichten wir dann die Brunnsteinhütte in 1560 m Höhe. Doch die war bereits für ein Nachtlager total überfüllt und so beschlossen wir nach einer Erfrischungspause, noch bis auf die Tiroler Hütte in 2153 m Höhe zu kommen. Somit ersparten wir uns den für Sonntag geplanten Aufstieg. Also folgten wir der Beschilderung und es ging weiter bergauf und die Baumgrenze wurde von einem Latschenkiefernwald abgelöst. Zwischendurch musste auch die Aussicht genossen werden, die mit einem weiten Blick in das Tal in Richtung Scharnitz belohnt wurde. Auf dem Brunnsteinanger zwischen der Kirchlspitze und der Brunnsteinspitze angekommen, wurden wir daran erinnert, das hier die Grenze zwischen Deutschland und Österreich verläuft. Von hier gings der Weg nun rechts hoch zur Tiroler Hütte. Da war sie nun, die Tiroler Hütte in 2153 m Höhe, die um 19:00 Uhr erreicht wurde. Platz für 7 Übernachtungsgäste zuzüglich Seppi, dem Hüttenwirt. Von den Schlafplätzen waren bereits sechs belegt und somit übernachteten Peter und Walfried hinter dem Steinwall in Schlafsäcken. Doch zuvor wurde erst Brotzeit gemacht. Die Abendstimmung mit dem Sonnenuntergang war ein Erlebnis für sich. Die Gemsen versammelten sich auf den Wiesen in Mengen um dort zu nächtigen, bzw. zu fressen. Nach einer wolkenlosen Nacht, bei frischen Temperaturen konnten die Aussenschläfer ein Sonnenaufgang verfolgen, von dem die Innenschläfer nur träumen konnten. Nach dem Frühstück in der Hütte wurde gepackt und alles wieder im Rucksack verstaut. Dann gings wieder runter zum Brunnsteinanger und dann rauf in Richtung Kirchlespitze (2302 m). Vom Anstieg zur Kirchlespitze ein Blick zurück zur Tirolerhütte, wo sich gerade die Gruppe aus Dresden startklar macht. Und jetzt wurde jedem klar, das spätestens hier die Eigensicherung angelegt wird und die Wanderstöcke am Rucksack verstaut werden. Nachdem alle startklar waren, machten wir uns auf den Weg und überstiegen die Sulzleklammspitze (2319 m). Auf dem Sattel nach dem Gipfel, dem Gamsangerl (2180 m) besteht die Möglichkeit, zum Sulzleklammanger, bzw. über den Heinrich-Noe-Weg zur Brunnsteinhütte abzusteigen. Hier befindet sich auch eine Notunterstandshütte. Nun weiter ansteigen auf die Südliche Linderspitze (2305 m) und über den Grad und mehreren Leitern zur Nördlichen Linderspitze (2.373 m). Auch hier kreuzt man wieder den Heinrich-Noe-Weg, auf dem wir zur Brunnsteinhütte absteigen könnten. Doch wir gingen den Mittenwalder durch über einige Stege und auf Stiften gelegten Brettern, um dann am eigentlichen Haupteinstieg angekommen sind. Die Bergstation (2244 m) der Karwendelbahn grüsste der Karwendelgrube herauf und rechts oberhalb der Station war der Blick frei auf die Westliche Karwendelspitze (2385 m). Wie auf den Bildern zu sehen isi, ist der Mittenwalder Klettersteig eigentlich ein gute Tagestour im alpinen Gelände über Leitern und Steigklammern. Er ist der meist besuchte Steig im Karwendel, denn er liegt nur einem Katzensprung von der Bergstation entfernt. An einem solchen Wochenende, wie dem unsrigen mit optimalen Voraussetzungen für diese Tour ist er sehr überlaufen. Es finden sich dann auch immer wieder unvernünftige Leute, die mit ihren Kindern in Joggingschuhen einen solchen alpinen Steig ungesichert durchgehen. Diese sollten lieber im Bereich der Bergstation bleiben und nicht mit ihrem Leben und vor allen dem ihrer Kinder spielen. Wir fuhren dann mit der Seilbahn zurück ins Tal um die Heimfahrt anzutreten.

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Der Weg Richtung Brunnsteinhütte Die Brunnsteinhütte Das Tal Richtung Scharnitz Staatsgrenze Deutschland - Österreich Aufstieg zur Tiroler Hütte Die Tiroler Hütte Abendstimmung Gemsen beim "Frühstück" rund um die Tiroler Hütt Blick hinauf zum Steiganfang Rückblick zur gegenüber liegenden Tiroler Hütte Am Anfang des Klettersteiges, der in Richtung Seilbahn begangen wurde Am Anfang des Klettersteiges, der in Richtung Seilbahn begangen wurde Der Steig führt meist gesichert am Grad entlang Tiefblicke Zwischen Felsblöcken geht es über Stifte abwärts Notunterstandshütte nach der Stiftpassage Über Leitern gehts weiter Möglicher Notausstieg über den Heinrich-Noe-Steig zur Brunnsteinhütte Leiterpassage Nochmals aus einiger Entfernung die Leiterpassag Unter im Tal ist Mittenwald zu sehen Am Ende des Klettersteiges geht es über Stege Die Karwendelbergstation in der Karwendelgrube Oberhalb der Karwendelgrube
Mittenwalder Klettersteig