Bergtour - Ferrata

"Ein Gipfel gehört dir erst,
wenn du wieder untern bist.
Denn vorher gehörst du ihm."

Hans Kammerlander
Südtiroler Bergsteiger
Ferrata
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Informationen
Bergtouren
Die SAC-Wanderskala (SAC-Berg- und Alpinwanderskala) dient der Bewertung von Bergwanderwegen und wurde 2002 durch den Schweizer Alpen-Club (SAC) eingeführt. Sie ist in sechs verschiedene Grade eingeteilt: T1 (leichteste) bis T6 (schwierigste), wobei «T» für «Trekking» steht. Die neue Skala löste die bisher verwendete dreiteilige Wanderskala (B, BG, EB) ab. Die alte Skala war im Vergleich zu den übrigen Skalen (z. B. SAC-Berg- und Hochtourenskala) zu grob und ungenau. Zudem verwirrte die Namensgebung («Berggänger» etc.).
Anforderungen
Grad
Weg / Gelände
Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.
T 1
Wandern
Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.
Falls nach SWW-Normen markiert: gelb.
Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind   empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.
T 2
Bergwandern
Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-rot-weiß.
Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.
T 3
anspruchvolls
Bergwandern
Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-rot-weiß.
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.
T 4
Alpinwandern
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden,   Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-blau-weiß.
Hinweis: Ältere   Wege mit dem Schwierigkeitsgrad T4 sind heute noch oft mit Rot-Weiß-Rot   markiert.
Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil.
T 5
anspruchvolles
Alpinwandern
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.
Falls markiert: weiß-blau-weiß.

Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln.
T 5
schwieriges
Alpinwandern
Meist weglos. Kletterstellen bis II. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.
Meist nicht markiert.

Ein ernstes und immer wieder zu heiklen Situationen führendes Missverständnis ist die Annahme, dass Wandern dort aufhört, wo die Hochtourenskala einsetzt. In Wirklichkeit ist eine Alpinwanderung im oberen Schwierigkeitsbereich (T5, T6) in aller Regel bedeutend anspruchsvoller als beispielsweise eine Hochtour mit der Bewertung L. Ein wesentlicher Unterschied zur leichten Hochtour liegt darin, dass auf einer T5- oder T6-Route (früher BG) selten bis nie mit Seil oder sonstigen Hilfsmitteln gesichert werden kann und deshalb das entsprechende Gelände absolut beherrscht werden muss, was ein hohes technisches wie auch psychisches Niveau erfordert. Typische Beispiele dazu sind extrem steile Grashänge, wegloses Schrofengelände mit schlechtem Fels oder sehr exponierte Gratpassagen. Auf Grund der unterschiedlichen Merkmale einer typischen Hochtour und einer typischen "Extremwanderung" lässt sich ein Vergleich kaum anstellen, doch kann man davon ausgehen, dass eine T6-Route vergleichbare Anforderungen stellt wie eine Hochtour im Bereich bis WS.

Obwohl die Grenze zwischen einer Bergwanderung und einer Hochtour fließend verläuft, existiert ein relativ klares Kriterium – nämlich die Verwendung von Hilfsmitteln wie Steigeisen, Pickel und Seil. Befinden sich die Teilnehmer auf derselben Fähigkeitsstufe und benötigen sie dadurch keine dieser Hilfsmittel, so gilt eine Tour als Berg- oder Alpinwanderung. Benötigt ein Teilnehmer aufgrund seiner tieferen Fähigkeitsstufe Hilfsmittel, oder bedingen schlechte Verhältnisse (z.B. von Schnee überbedeckte Gletscherspalten) den Einsatz von Hilfsmitteln, so soll dieselbe Route als Hochtour klassifiziert werden.

[Quelle: Wikipedia]
Kontakt
Peter Schneider
96231 Bad Staffelstein
+49 170 9235316
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